Ab in die Prärie
Hiermit bekenne ich, dass ich derzeit einem kitschigen Wahn verfallen bin. Wenn ich mal gerade nicht schlafe, arbeite, esse oder Stuhlgang habe, dann schaue ich mir wie eine Bekloppte alle Folgen von „Unsere kleine Farm“ an. Ihr wisst schon, die Ingalls aus Walnut Grove mit Michael Landon als Papa Charles und so. Echt ätzend? Jepp. Und ich stehe dazu!
Ich kann von dieser schönen heilen Welt mit all ihren gelebten christlichen Tugenden momentan einfach nicht genug bekommen. Jedes Mal, wenn ich mir eine neue Folge anmache, freue ich mich schon tierisch auf den berühmten Herzschmerzmoment, der mir vor lauter Rührseligkeit die Tränen in die Augen treibt. Einfach herrlich.
Inzwischen habe ich schon die kompletten Staffeln eins bis vier geschaut. Morgen müsste die Box mit Staffel fünf ankommen. Danach wird aber erst einmal Pause gemacht, denn die sechste Season kommt erst Mitte Februar auf Deutsch raus. Inzwischen gucke ich zwar eh auf Englisch, aber man muss ja mal variieren können.
Insgesamt gibt es übrigens neun Staffeln. Da liegt also noch was vor mir. Ich bin ja sogar schon am Überlegen, ob ich ein paar Artikel für Suite101 zum Thema verzapfen sollte. Lohnen würde sich das allemal.
Und nein, „Die Waltons“ gucke ich nicht. Die sind selbst mir etwas too much. Aber gegen einen farmenden Michael Landon kann ich absolut nichts machen. Dem fliegt mein verkitschtes Herz einfach nur entgegen. Womit ich mich jetzt endlich einmal offiziell geoutet hätte.
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Zielorientiertes Miststück
Auf der Arbeit muss ich mir zwischen zwei Artikeln immer mal kurz die Hirnwindungen frei pusten. Also so für fünf bis zehn Minuten etwas komplett anderes machen, damit die Denke genullt wird und ich mich auf das nächste Thema konzentrieren kann. Am besten eignen sich dafür Browsergames und Co. So spiele ich auf Facebook zum Beispiel „Mafia Wars“ und habe im „Fairy Land“ meinen eigenen kleinen Garten. Vor Kurzem ist dann das eigenständige neue Browsergame „Grepolis“ dazu gekommen. Hier werden weder Mafiosi getötet noch Blumen gewässert, sondern antike griechische Städte errichtet. Macht alles Spaß und ist zudem schön kurzweilig.
Nun habe ich bei den Spielen aber einen gewissen Ehrgeiz entwickelt. In „Mafia Wars“ will ich so viele Jobs wie nur möglich erledigen. In „Fairy Land“ giere ich nach dem nächsten Level. Bei „Grepolis“ möchte ich in meiner Allianz die höchste Punktzahl haben. Na ja, habe ich auch inzwischen. Und zwar mit Abstand.
Neulich telefonierte ich mit meiner besten Freundin T. Die spielt auch die beiden Facebook-Games. Für sie ist es wichtig, dass ihr Garten einfach nur schön aussieht. Ich bin da doch um einiges zielorientierter (was sie mir auch liebevoll vorhielt). Damit kann ich aber ganz gut leben, denn ich erfreue mich ja trotzdem an all diesen Spielereien. Ich bin nun mal ein Menschlein, das auf Leistung und Ergebnisse setzt. Solange ich mich aber auch mal entspannen und einfach so einen Tag verleben kann, ohne etwas produziert zu haben, ist doch noch alles im grünen Bereich, oder?
Und wirklich effektiv sind die Games ja nun wirklich nicht. Sollte ich nicht lieber ein gutes Buch stattdessen lesen? Bestimmt! Sollte ich nicht endlich einmal wieder für Suite101 etwas schreiben? Auf jeden Fall! Verplempere ich im Netz vielleicht unnütz meine Zeit? Ganz gewiss! Aber es macht einfach viel zu viel Spaß als dass ich damit aufhören würde. Und seitdem ich spiele, behauptet mein Kollege, dass ich vielleicht doch ein ganz normaler Mensch sein könnte. Wenn der wüsste! Aber Tarnung ist ja bekanntlich alles, oder?
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Lebensmittelwüste Delmenhorst
Unsere Innenstadt stirbt aus. Das ist ja jetzt nicht nur in Delme ein riesengroßes Problem. Auch woanders schließen immer mehr Einzelhändler für immer die Türen zu ihren kleinen Geschäften ab. Aber hier brechen jetzt auch die ganz Großen ein. Schlimm ist das vor allem für Menschen, die in der Innenstadt wohnen, weder Auto, Pferd oder Fahrrad haben, und dementsprechend eingeschränkt mobil sind. Menschen wie ich eben. Gut ich habe ein Fahrrad, aber das ist sooooo alt, das würde nach fünfzig Metern garantiert kollabieren. Aber jetzt mal zurück zum Thema.
In Delmenhorst fing das große Innenstadtsterben im Dezember 2008 an. Danke, Wirtschaftskrise. Viele kleine Läden machten dicht. Dann kam der Schock: Hertie ist pleite. Unser einziges großes Kaufhaus wurde zu Beginn des Jahres 2009 für immer geschlossen – und mit ihm auch der Supermarkt, der sich im Keller des Gebäudes befand. Aus und vorbei waren die Zeiten, da man in der Mittagspause schnell etwas zum abendlichen Futtern kaufen konnte. Mal ganz davon abgesehen, dass es fortan auch in Sachen Kurzwaren und günstigen Schreibwaren ziemlich mau aussah – von Unterhaltungsmedien mal ganz zu schweigen.
Tapfer wie ich bin, habe ich das dann aber recht schnell verkraftet. Hinter dem Bahnhof (fünf Minuten von der Arbeit, neun Minuten von zu Hause aus) gibt es ja schließlich ein Einkaufscenter. Na ja, da stehen die meisten Läden auch leer, aber es gibt da einen Supermarkt (Rewe) und einen Discount (Aldi). Letzterer ist zwar nicht im Einkaufscenter, sondern hinter dessen Parkplatz, aber wir wollen ja nun nicht zu kleinlich sein.
Als ärmliche Volontärin ist der Discounter ja nun ideal für mich, aber ab und an benötige ich tatsächlich Lebensmittel, die man nur in einem richtigen Supermarkt käuflich erwerben kann. Und wenn man mal von dem Rewe absieht, dann ist der nächste lebensmitteltechnische Konsumtempel satte zwanzig Minuten von meiner Arbeitsstelle und vierundzwanzig Minuten von meinem heimischen Sofa entfernt.
Umso größer war heute mein Schock, als ich unserer hauseigenen Boulevardzeitung lesen musste, dass der Rewe zum Jahreswechsel jetzt auch noch dicht macht. Da bleibt mir de facto dann also nur noch der Aldi am Bahnhof. Klar, frisches Fleisch, Gemüse und Co. kann ich mir auch bei unserem Fleischer und Gemüsehändler holen. Das ist manchmal aber auch einfach eine Preisfrage. Vor allem am Ende des Monats. Und günstiger Parmesan reicht mir vollkommen. Den gibt es bei Aldi aber nicht immer. Wenigstens nicht bei uns. Diese Liste ließe sich jetzt beliebig lange fortsetzen.
Zum Glück wohnt eine motorisierte Kollegin bei mir mit im Haus. Die hat mir schon angeboten, mich gerne zum Kaufland mitzunehmen. Diese Nachbarschaftshilfe werde ich auch garantiert einmal im Monat in Anspruch nehmen. Ich frage mich allerdings, was nun die ganzen Rentner, die Alten und die Kranken machen sollen, die noch weniger mobil sind, niemanden haben, der sie fahren kann und die auch nicht über das nötige Geld verfügen, um für sich einkaufen gehen zu lassen. Das ist doch eine echte Schande! Unsere Stadt stirbt. Und wir können nur hilflos zuschauen. Beängstigend!
Verschleißerscheinungen, die 2.
Sorry, aber ich muss schon wieder weinerlich werden. Meine Rückenmuskulatur hat jetzt nämlich auch noch das Krampfen angefangen. Das ist weniger schön, denn das tut noch viel mehr weh als der Rücken an sich. Man verkrümmt sich dabei immer so zombiehaft und spontan. Da schauen einen die Leute an, als wäre man plemmplemm. Als ich heute Morgen damit zu meinem Doc gegangen bin, wurde ich am Empfang gleich ins Sprechzimmer weitergeleitet. Ic sah wohl schon ziemlich verkrüppelt und leidend aus. Na ja, jedenfalls bekomme ich jetzt endlich mal richtige Droge. Nämlich Diclofenac für Rücken und Muskeln (gegen Schmerzen und Entzündungen, entspannt auch die Muskulatur zum Teil) und Tetrazepam für die Nacht. Beruhigt und entspannt Muskeln und Nerven. Das gu alte Valium eben. Ach ja, und demnächst darf ich dann auch mal in die Röhre. Wahrscheinlich aber erst in sechs Wochen. Vorher haben die hier in der Klinik angeblich keinen Termin frei. Bis dahin schlucke ich meine Pillen und mutiere zum Junkie. Danke, echt ein tolles Gesundheitssystem, Deutschland!
Und jetzt schwöre ich hoch und heilig, dass ich euch mit meinen Gebrechen in Ruhe lassen werde. Aber bitte nicht wundern, wenn es hier in der nächsten Zeit vielleicht etwas ruhiger wird.
Wer will wilde Wirbel?
Na ja, wild stimmt nicht so ganz. Eher krumm. Also, ich war gestern Nachmittag beim Arzt. Mal wieder. Nur, dass ich jetzt auch eine Diagnose habe: Skoliose. Der untere Part meiner Wirbelsäule ist verkrümmt. Das ist aber nicht das einzige Problem. Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich nach meinem Abi ja eine Ausbildung zur Musicaldarstellerin gemacht. Obwohl Gesang mein Schwerpunkt war, musste ich ja trotzdem auch jeden Tag tanzen. Ballett, Jazz und Modern Dance. Tja, und genau das hat die Wirbelsäulensituation verschlimmert. Die Auswirkungen merke ich jetzt. Aber eigentlich bin ich erst einmal sauer. Immerhin musste ich vor der Aufnahmeprüfung eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Arzt einreichen. Zum tanzen und so. Und mein Arzt damals hat mich untersucht und den Wisch dann ausgestellt. Hätte er aber niemals gedurft. Nicht bei solch einer krummen Wirbelsäule. Mein Doc eben hat jedenfalls die Hände über den Kopf zusammengeschlagen. Kein Wunder, dass ich Schmerzen habe, kein Wunder, dass die linke Seite so oft krampft. Kommt alles daher. Meine Bandscheiben da unten sind auch schon relativ stark abgerieben. Ach ja, ausgerenkt war auch was, dass hat Doc aber wieder reingedrückt.
Und nun?
Doc hat mir Krankengymnastik und Fango-Packungen verschrieben. Ich habe aber eben den Tipp bekommen, dass Fitnessstudios viel effektiver sind. Da könnte ich dann gleich auch noch was für meine Ausdauer und zur Gewichtsreduktion machen. Ich glaube, dass ich mich da mal drum kümmern werde.
In der Zwischenzeit greift die Schmerztherapie mich hoch dosiertem Ibuprofen weiter. Warten auf Besserung ist angesagt. Oder warten auf Godot. Doc hat nämlich auch gesagt, dass mich das noch eine Weile begleiten wird. Da hätten wir’s: zarte dreißig Jahre alt und schon ein Profiwrack. Ich gehe dann mal kurz schmollen.
Professioneller Urschrei
AAAAAAAHHHHHH
Sorry, aber das musste mal eben raus. Heute ist nämlich ganz bestimmt nicht mein Tag.
Zuerst war ich beim Onkel Doktor. Der hat meine Scherztablettendosis verdoppelt und mich gleich mal überwiesen. Zum Chirurpraktiker (oder wie immer der heißt). Da kann ich aber erst morgen hin. Also gebe ich mir eben mit den Medikamenten bis dahin die volle Dröhnung.
Dann bin ich zur Arbeit gegangen. Und hier ist mein Rechner wieder mausetot gewesen. Da ging gar nichts mehr. Also habe ich jetzt den dritten Rechner in vier Monaten, und muss wieder Zet verschwenden, um alle Einstellungen und Pipapo wiederzufinden. Und dass, obwohl ich von den Medis noch voll benebelt bin. So macht efektives Arbeiten doch richtig Spaß!
AAAAAAAHHHHHH!
Danke, Urschreitherapie Ende.
Das Kreuz mit dem Kreuz oder Kränkliche Erinnerungen mit Körperflüssigkeiten
Mein Rücken tut weh. Mal wieder. Nicht der ganze Rücken. Nur die Lendenwirbel. Die dafür aber umso doller. Also werde ich morgen wohl erneut den Onkel Doktor besuchen, was ich aber nur höchst ungern mache. Immerhin habe ich lediglich Schmerzen und bin ansonsten kerngesund. Man muss ja nun nicht gleich wegen jeden kleinen Zipperleins zum Arzt rennen. Aber nach einer Woche stechenden Beschwerden, bin ich mit meinem Selbstheillatein echt am Ende.
Ich habe mich gerade gefragt, warum ich wegen Lappalien nicht gerne zum staatlich anerkannten Medizinmann gehe. Da musste ich doch tatsächlich in meiner Erinnerung kramen. Als ich vor ein paar Jahren erfolgreich meine kleine Leukämie gekämpfte, habe ich mich, wenn es mir wegen der Chemo nicht so gut ging, gerne schnell mal von meinem Hausarzt krankschreiben lassen. (Ja, auch an der Uni braucht man gelbe Zettel.) Na ja, und oft musste ich auf den Wisch ziemlich lange warten, weil sich andere Menschen zuerst ihren Schnupfen behandeln lassen wollten. Ich habe mir dann manchmal die Zeit damit vertrieben, die Toilette in der Praxis vollzukotzen. Einmal habe ich es nicht mehr rechtzeitig in die Porzellanabteilung geschafft. Danach hat der Doc dann die Anweisung gegeben, mich bitte nicht mehr so lange warten zu lassen. Ginge ja auch schnell bei mir. Ich selbst habe mich nicht getraut darum zu bitten.
Aber immer, wenn ich jetzt zum Onkel Doktor gehe, frage ich mich, ob da vielleicht jemand mit Krebs sitzt, dem es ganz, ganz schlecht geht, und dem ich mit meinen Wehwehchen Behandlungszeit raube. Aber egal, morgen ziehe ich es durch. Morgen lasse ich meinen Rücken behandeln. So.
Interessenselektion
Themen und Dinge, die mich derzeit interessieren (wenn nicht sogar richtig beschäftigen): Gegenwartsliteratur, Theatergeschichte, Kelten, historische Romane, Bibelforschung, griechische Mythologie, vorchristliche Religionen, Vampirromane, Serienmörder, Naturreligionen, Musicals, Meditationstechniken, deutsche und internationale Politik, Wicca, TV-Serien („Grey’s Anatomy“ und „Criminal Minds“), Fußreflexzonenmassage, 68er, britische Literaturgeschichte, Andy Warhol, Leonardo da Vinci, Mittelalter, Jan Vermeer, Freimaurer, Irland, Geschichte der Vereinigten Staaten, Symbologie, Bibelgeschichte, historische Romane, Sekten, indische Mythologie, Umweltschutz, Renaissance, alternative Energien, häkeln, Mandalas ausmalen, Sport treiben, christliche Mythologie, meinen Roman schreiben und natürlich Artikel für Suite101 verfassen.
Wahrscheinlich ist das noch längst nicht alles. Aber diese Sachen sind mir eben spontan eingefallen. Und wie soll ich das jetzt alles neben meiner Arbeit noch in meinen Tag packen? Also entweder ich gewöhne mir das Schlafen ab oder aber ich lasse mir zu Weihnachten ein zweites Leben oder einen Klon schenken. Ein mächtig prächtiger Geldgewinn wäre auch nicht übel. Andererseits ist das Leben so ganz ohne offizielle Arbeit wohl auch eher langweilig. Was für ein Dilemma! Was soll ich nur tun? Am besten ist wahrscheinlich, ich werde ganz, ganz alt. So wie Methusalem. Mit 969 Lebensjahren auf dem Buckel, könnte ich vielleicht den einen oder anderen Punkt mehr von meiner Liste abarbeiten.
Grunz-Grunz-Grippe
Seit Montag kann man sich ja nun gegen diese sogenannte Schweinegrippe impfen lassen. Laut Nachrichten geht das allerdings recht schleppend los. Mag vielleicht auch daran liegen, dass zuerst relevante Arbeitsgruppen wie Ärzte und Polizisten abgefertigt werden sollten. Von denen kamen dann aber gar nicht so viele zum Impfen. Tja. Liegt das an der Diskussion mit den Wirkstoffverstärkern, von denen ja unsere Politiker und Soldaten (jetzt übrigens auch Schwangere) verschont bleiben, jedoch nicht wir Normalbürger? Oder hat die berüchtigte Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben (nein, ich will sie hier nun wirklich nicht namentlich nennen, da ich mich eh schon viel zu sehr über diesen bedruckten Abfall aufrege) letztlich doch nicht genug Panik und Hysterie verbreitet. Man weiß es nicht. Ich schon mal gar nicht.
Ich weiß nur eines: Ich werde mich nicht impfen lassen. In vielen Fernsehbeiträgen bekam man ja schon fast den Eindruck, dass die Impfung Pflicht wäre. Nur die Tagesschau ließ am Montag dann doch mal verlauten, dass das alles ganz freiwillig sei. Danke auch. Danke nein – in meinem Fall. Zugegeben, als ich im Juli auf einer Messe in England war, hatte ich schon ein wenig Schiss. Da ist aber nichts passiert. Habe mir schließlich auch immer brav die Hände gewaschen und so. In nächster Zeit werde ich es auch nicht großartig mit unbekannten Menschenansammlungen zu tun bekommen. Warum also diese Risikoimpfung über mich ergehen lassen? Mal ganz davon abgesehen, dass ich ein gesunder Mensch bin, der nicht zu den Risikogruppen gehört. Sterben wäre also unwahrscheinlich. Aber wie sieht es bei euch aus? Lasst ihr euch impfen? Und warum habt ihr euch entschieden, wie ihr euch entschieden habt?
Shopping-Alzheimer
Normalerweise schreibe ich mir immer einen detaillierten Zettel bevor ich einkaufen gehe. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich gerne mal etwas vergesse, wenn es darauf ankommt. Heute habe ich mir allerdings keinen Einkaufszettel geschrieben als ich zu meiner zweitliebsten Drogerie (meine liebste Drogerie hat in unmittelbarer Wohnungsnähe keine Filiale, und in meinem Urlaub wollte ich jetzt auch nicht durch ganz Delmenhorst hecheln)gegangen bin.
Schon während des Einkaufens hatte ich ein ungutes Gefühl. Da war doch noch irgendwas. Na ja, egal. Ab zur Kasse eben. Genau vor meiner Wohnungstür fiel es mir dann wieder ein: Nagellackentferner! Aber dafür noch mal extra los? Nö! Heute und morgen sieht mich eh niemand. Da kann der Lack dann ruhig von den Nägeln splittern. Und am Donnerstag mache ich mir einfach vorher wieder eine Liste. Ist es nicht schön, dass das wirklich alles ist, was ich mir heute vorgenommen habe?
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